Theater

Ausgehend von den größeren historischen Entwicklungslinien und wichtigsten theatertraditionellen Meilensteinen wird das Panorama eines überregional bekannten und von der Leidenschaft seines Mäzen Alberts getragenen Liebhabertheaters gezeichnet, das es innerhalb seiner knapp 40-jährigen Geschichte auf die stattliche Anzahl von ca. 100 Produktionen brachte. Dabei stehen Umstände und Rahmenbedingungen der Produktionen im Vordergrund. Es geht darum, ein Stück Odenwälder Theatergeschichte für den Leser lebendig werden zu lassen. Auch der ambivalente Charakter Alberts wird anhand zeitgenössischer Quellen betrachtet und seine herausragende Rolle für das Liebhabertheater diskutiert. Inwieweit war das Theater ein Stifter sozialer Integration? Wie sind die bei vielen Aufführungen durchgeführten Almosensammlungen zu bewerten? Und welches künstlerische Ideal lässt sich hinter den Theaterproduktionen entdecken? Diese und weitere Fragen haben sich die jungen Autoren gestellt und in einem Zeitraum von über zwei Jahren durch akribische Arbeit im Gräflich Erbach-Fürstenauischen Archiv beantworten können.